IBF-Erfolgsberatung für Unternehmen

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

die Aufklärungs- und Dokumentationspflichten im Rahmen des Wertpapierhandelsgesetzes haben dazu geführt, dass IBF seit vielen Jahren keine Beratungen zum Thema Kapitalanlage mehr anbieten kann.

Trotzdem wissen wir, dass viele unserer Kunden gerne hin und wieder Informationen bekämen, hinter denen nicht nur das Eigeninteresse Ihrer Bank oder Sparkasse schlummert.

Aus diesem Grund veröffentlichen wir heute einen Gastartikel zum Thema Investmentfonds, der von Herr Ingo Heinze von der Argusch AG, Vermögensverwaltung, stammt. Die Argusch AG hat Ihre Räumlichkeiten ebenfalls in der Theaterstraße 4 in Basel wie wir und ist im Bereich der unabhängigen Vermögensverwaltung tätig. Herrn Heinze kennen wir als kompetenten Fachmann und er hat uns erlaubt, einen seiner interessanten Artikel in unserem Vertraulichen Unternehmerbrief zu veröffentlichen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Herzlichst Ihr

Andreas Dufner

Die Selektion und Qualität macht den Unterschied, nicht der Preis!

Passive oder aktive Investmentfonds bzw. ETFs?

Immer mehr Anleger beschweren sich über Ausgabeaufschläge, Managementgebühren oder Beraterhonorare und nehmen ihre Anlageentscheidungen selber in die Hand. Dabei stoßen die Anleger immer häufiger auf die sogenannten ETFs, denn diese sollen anscheinend besser performen als andere Investmentfonds und dazu noch sehr preisgünstig sein. Doch was sind ETFs eigentlich und sind sie wirklich besser als aktiv gemanagte Fonds oder lohnt es sich doch etwas mehr zu bezahlen und dadurch bessere Leistungen zu erhalten?

 

Was ist ein Investmentfonds?

Investmentfonds bieten dem Anleger die Möglichkeit, sich schon mit kleinen Beträgen an einem Sondervermögen (Investmentfonds) einer  Kapitalgesellschaft zu beteiligen. Dieses Sondervermögen  wird nach dem Grundsatz der Risikomischung in Aktien, Anleihen etc. je nach Fondsausgestaltung investiert. Durch die Bündelung der Anlegergelder kann der Fonds in viele unterschiedliche Wertpapiere investieren und somit für jeden einzelnen Investor das Risiko durch die große Diversifikation mindern.

 

Was ist ein ETF (Exchange-Traded Fund)?

Ein ETF ist ein Investmentfonds, der an einer Börse gehandelt wird. Passiv und aktiv gemanagte Fonds können als ETF bezeichnet werden, da die Bezeichnung lediglich auf die Möglichkeit des Börsenhandels hindeutet. Allerdings sind die meisten ETFs tatsächlich passiv gemanagte Indexfonds, weshalb auch diese Fondsklasse leider falscher Weise mit ETFs gleichgesetzt wird.

 

Unterschied zwischen aktiv und passiv gemanagte Fonds?

Ein aktiv gemanagter Fonds, also ein klassischer Fonds, wird von einem Portfoliomanager und seinem Team betrieben. Diese Analysten, Portfoliomanager und Risikomanager analysieren die Märkte und wählt nach eigenen Kriterien die für den Fonds und lukrativsten Anlagevehikel aus. Somit kann jeder aktiv gemanagte Fonds gewisse Werte bevorzugen beziehungsweise meiden. Durch diese Selektion soll ein Mehrwert gegenüber der Benchmark (Vergleichsindex) erzielt werden. Ein passiver Investmentfonds orientiert sich an einem Index und bildet diesen Index nach. Die Nachbildung erfolgt durch technische Unterstützung und erfolgt nahezu komplett IT gesteuert. Dabei gibt es zwei Varianten. Zum einen sind das Investmentfonds, die den Index tatsächlich physisch nachbilden und automatisch Käufe und Verkäufe getätigt werden, die der Gewichtung des hinterlegten Index entsprechen. Immer mehr setzt sich allerdings die synthetische Nachbildung durch. Dabei wird der zugrunde gelegte Index durch sogenannte Swapgeschäfte (Tauschgeschäfte) nachgebildet.

 

Kostenunterschied?

Passiv gemanagte Indexfonds verlangen in der Regel keinen Ausgabeaufschlag, wie ein klassischer aktiv gemanagter Fonds,  sondern haben eine geringe Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis. Die Verwaltungsgebühren der passiven Fonds sind deutlich geringer als die der aktiven, da der zugrunde liegende Index nachgebildet wird und diese Nachbildung rein technisch erfolgt und somit kein Portfoliomanagement bezahlt werden muss.

 

Risikounterschied?

Das Risiko von Kursschwankungen der Unternehmen im Portfolio ist sowohl bei aktiven wie bei passiven Fonds das Gleiche. Beide Varianten sind ein Sondervermögen und somit sind die Gelder im Sondervermögen in einem Insolvenzfall der Kapitalgesellschaft unantastbar. Aktive Fonds haben zusätzlich noch das Risiko des Managers, da dieser Entscheidungen treffen kann, die die Performance des Fonds belasten aber auch beflügeln können. Die meisten passiven Fonds bilden den zu Grunde liegenden Index synthetisch ab, wodurch Gegenparteirisiken entstehen, die im aktiven Fonds nur sehr selten und wenn nur in sehr geringen Umfang auftreten. Doch auf Grund von vielen Sicherheitsmechanismen und täglichen Überprüfungen der Gegenparteien wird das Risiko eines Ausfalls der Gegenpartei immer geringer.

 

Renditeunterschied?

Statistiken belegen, dass 80% der aktiv gemanagten Fonds den Index und somit einen passiven ETFs underperformen, also schlechter abschneiden. Das heißt aber auch, dass 20% langfristig besser als der Index und somit auch besser als der entsprechende passive ETF sind. Die Selektion und Recherche macht somit den großen Unterschied aus und man erkennt schnell, ob ein Berater oder Verwalter kundenorientiert handelt oder ertragsorientiert. Hier mal einige wenige Beispiele, warum man aktiv gemanagte Fonds nicht grundsätzlich verteufeln sollte, sondern auch als Anlagemöglichkeit in Betracht ziehen sollte, auch wenn die Kosten eventuell etwas höher sind (Performance nach Gebühren, Stand 10.11.2015):

 

 

Investmentfonds      Dieser Link führt Sie zu der Tabellenübersicht

Fazit

Wie man in der Tabelle sehen kann, kommt es sehr auf die Selektion an. Wenn man eine gute Recherche betreibt oder einen guten Partner bei der Selektion hat, kann man auch mit etwas teureren aktiv gemanagten Fonds eine sehr gute und zum Teil deutlich bessere Performance erzielen. Man sollte also nicht nur auf die Kosten gucken, denn es kann sich auch in der Finanzbranche durch aus lohnen etwas höhere Gebühren in Kauf zu nehmen, wenn am Ende zum Teil deutlich mehr Rendite erzielt werden kann. 

Ingo Heinze
Dipl. Betriebswirt/ Vermögensverwalter
ARGUSCH AG
Tel.: +41 61 313 10 41

Haben wir Ihr Interesse geweckt oder eher Fragen erzeugt?  Dann kontaktieren Sie Herrn Heinze direkt oder via IBF.

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04-11-2017

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