IBF-Erfolgsberatung für Unternehmen

Stundenlohnzettel als Abrechnungsgrundlage

Ein immer wiederkehrender Streitpunkt bei der Abrechnung von Bauvorhaben sind die Stundenzettel. Sind diese nicht vorhanden oder erfüllen sie nicht die formalen Anforderungen, wird die Beweissituation gegen den Auftragnehmer sprechen.

Somit ist dieser gehalten, von Beginn an für die Beweissicherung zu sorgen und auf Folgendes zu achten.

Entscheidend ist hier zunächst, dass für die Abrechnung auf Stundenbasis eine vertragliche Vereinbarung besteht, da es der Verkehrssitte entspricht, Einheitspreise zu vereinbaren, welche auch die Arbeitsleistung beinhalten. Außerdem gehen die meisten DIN Normen von einer derartigen Preisgestaltung aus, sonst wäre es nicht erforderlich, dort „Besondere Leistungen“ getrennt zu erwähnen. 

Wenn auch die Abrechnung auf Stundenbasis vereinbart worden ist, zum Beispiel, weil man sich für eine erst nach Beginn der Arbeiten festzustellenden Arbeitsumfang nicht festlegen konnte und wollte, besteht für den Auftragnehmer als erstes die Verpflichtung, den Umfang der erforderlichen Arbeiten mitzuteilen. Bereits hier kann der Auftraggeber dann seine Bedenken hinsichtlich des dargestellten Umfangs mitzuteilen, so dass im Nachhinein die Auseinandersetzung über die „wirtschaftliche Betriebsführung“ vermieden werden kann. Steht der Umfang fest, besteht – zumindest dann, wenn ein Vertrag nach VOB/B geschlossen worden ist -die Verpflichtung, den Beginn dieser Arbeiten anzuzeigen und die Stundenlohnzettel mit Angabe geleisteter Stunden und Materialeinsatz einzureichen. Der Auftragnehmer muss ferner darauf achten, die Stundenzettel zeitnah unterzeichnet zurück zu erhalten. Schließlich sind diese bei der Erstellung der Rechnung seine wertvollste Dokumentation.

 

Hier als Zusammenfassung eine Checkliste:

Checkliste Stundenlohn

Stundenlohn bei einem Werkvertrag kann unter folgenden Voraussetzungen erfolgreich gefordert werden:

  1. Stundenlohn ist vereinbart worden (schriftliche Vereinbarung oder Zeugenbeweis)
  2. bei fehlender Abrede: Prüfung ob Zeitaufwand üblicherweise berechnet wird (Besondere Leistungen nach VOB/C)
  3. prüffähige Stundenlohnzettel (Leistung, Zeitaufwand, Leistender)
  4. vom Auftraggeber oder Bevollmächtigten unterzeichnete Stundenlohnzettel
  5. Stundenzettel wurden kurz nach Abschluss der Arbeiten vorgelegt
  6. bei VOB/B Vertrag Anzeige des Beginns der Arbeiten

 

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