IBF-Erfolgsberatung für Unternehmen

Unternehmensnachfolge

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

vor kurzem fiel mir eine Studie des IfM in die Hände, die das Thema Unternehmens-nachfolge einmal statistisch nüchtern von einer Seite beleuchtete, die mir zu Denken gab.

Besonders betroffen bin ich von der Aussage, dass von den rund 3,5 Millionen Familienunternehmen in Deutschland nur 700.000, also nicht einmal 20 %, in der Studie als übernahmewürdig angesehen werden.

Laut Definition des IfM sind die restlichen 80 % und damit eine Zahl von über 2,8 Millionen Unternehmen deshalb nicht übernahmewürdig, weil die erzielten Jahresergebnisse zu gering sind, um für einen Übernehmer attraktiv genug zu sein.

Zahlen, die erschrecken und die wir Ihnen an dieser Stelle gerne in groben Zügen erläutern möchten.

Wegen fehlender amtlicher Statistiken schätzt das IfM Bonn seit Mitte der 1990er Jahre die Anzahl der vor der Übergabe stehenden Unternehmen in Deutschland. Die vorliegende Schätzung für den Zeitraum 2014 bis 2018 kommt zu dem Ergebnis, dass etwa 135.000 Unternehmen zur Übergabe anstehen, weil ihre Eigentümer aus persönlichen Gründen aus dem Unternehmen ausscheiden werden.

 

Anzahl der zur Übergabe anstehenden Unternehmen in Deutschland im Zeitraum 2014 bis 2018

Das sind die zugrunde liegenden Zahlen in 1000: 

Der Unterschied zwischen übernahewürdigen und übergabereifen Unternehmen liegt einzig darin begründet, dass sich bei übergabereifen Unternehmen die Eigentümer aus persönlichen Gründen, wie z.B. Alter, Krankheit oder einer attraktiveren alternativen Beschäftigung dazu entschlossen haben, die Leitung ihres Unternehmens innerhalb der nächsten 5 Jahre abzugeben. Wer also (relativ) jung und gesund ist und seine Tätigkeit gerne ausübt, fällt gar nicht unter diese Kategorie.

Hintergrund der geringen Zahl an übernahmewürdigen Unternehmen ist die Tatsache, dass die verbleibenden 80 % der Familienunternehmen zu wenig verdienen, um für einen Erwerber oder Übernehmer als attraktiv zu gelten. Hierbei geht das IfM vereinfacht dargestellt davon aus, dass ein Nachfolger nur dann in ein Unternehmen einsteigt, wenn er die begründete Aussicht hat, „deutlich“ mehr als in einer abhängigen Beschäftigung als Facharbeiter zu verdienen. 

Anders ausgedrückt verdienen viele Unternehmerweniger, als ein durchschnittlicher Facharbeiter. Kein Wunder also, dass diese Situation für einen potenziellen Nachfolger, egal ob innerhalb der Familie, der Belegschaft oder als externer Interessent, nicht attraktiv ist. 

 

Gewählte Nachfolgelösungen

Oftmals sind es Beweggründe wie die Bewahrung der Familientradition oder der Wunsch nach selbstbestimmtem Arbeiten und nicht nur monetäre Erwägungen, die bei familieninternen Nachfolgeregelungen ins Gewicht fallen. 

Soll das Unternehmen aber an Mitarbeiter oder fremde Dritte verkauft werden, muss das Unternehmen entsprechend attraktiv, spricht erfolgreich sein. Selbst wenn sich ein potenzieller Käufer finden ließe, würde bei geringer Ertragskraft des Unternehmens der Verkauf vermutlich an der nicht realisierbaren Kaufpreisfinanzierung bei den Banken scheitern.

 

Fazit: 

Aus Beratersicht zeigt diese Studie eindeutig einen dringenden Handlungsbedarf bei einer Vielzahl von Unternehmern 

Planen Sie aktiv und rechtzeitig Ihre Unternehmensübergabe, ganz egal in welcher Form die realisiert werden soll.

Lassen Sie Ihr Unternehmen nicht sukzessive auslaufen und durch rückläufige Umsätze und Ergebnisse unattraktiv werden. Wenn Sie über einen Verkauf nachdenken, dann schmücken Sie die Braut und geben Sie  noch einmal richtig Gas. Das steigert den Unternehmenswert und zwangsläufig den Verkaufspreis.

In der Studie werden auch regionale Unterschiede deutlich. Über 50 % der übergabereifen Unternehmen stammen aus Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Wer also darüber nachdenkt, evtl. durch Zukauf eines anderen Unternehmens seine Marktposition zu stärken und ggf. Synergien zu heben, kann auch gezielt solche übergabereife Unternehmen suchen.

Unabhängig von der Thematik der Unternehmensübergabe sollten sich Unternehmer, die häufig sehr viel Zeit in Ihre Unternehmen investieren und teilweise hohe persönliche Risiken eingehen, nicht mit durchschnittlichen Facharbeitereinkommen zufrieden geben. Sprechen Sie uns an, wenn Sie mit Ihrer Ertragssituation unzufrieden sind und lassen Sie uns Ihnen helfen, bereits heute mehr Ertrag zu erwirtschaften und eines Tages ein attraktives Unternehmen an einen Nachfolger übergeben zu können.

Herzlichst Ihr

Andreas Dufner

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