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Handy als Navigationshilfe: Worauf Autofahrer achten müssen

Hat der Mitarbeiter das betriebseigene Navigationsgerät in seinem Fahrzeug liegen gelassen, bleibt dem Handwerksunternehmer gegebenenfalls nur noch sein Smartphone um die Kundenadresse schnell und pünktlich zu erreichen. Er darf sein Handy auch als Navigationshilfe während der Fahrt benutzen – unter einer entscheidenden Voraussetzung.

Auf der Fahrt zu einem neuen Kundenauftrag braucht der Handwerker meistens ein Navigationsgerät im Firmenwagen, damit er schnell und pünktlich am Einsatzort erscheint. Hat der Kollege aber gerade das Navi ausgeliehen, kann der Mitarbeiter beispielsweise sein Smartphone als Navigationshilfe benutzen, weil die meisten der mobilen Geräte GPS-fähig sind und das entsprechende Kartenmaterial vorinstalliert haben.

Bevor das Handy aber während der Fahrt als Wegweiser zum Kunden benutzt wird, sollten Handwerker das Gerät durch eine entsprechende Halterung am Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe festmachen. Alles andere stellt einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung dar, wie ein Fall vor dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm zeigt (Az. III-5 RBs 11/13).

Mobile Navigationshilfe während der Fahrt nicht erlaubt

Ein Mobiltelefon darf während der Fahrt weder aufgenommen noch als Navigationshilfe in der Hand festgehalten werden, wie das OLG Hamm urteilt. Wer das Gerät beim Autofahren bedient, handelt gemäß § 23. Absatz 1a der Straßenverkehrsordnung ordnungswidrig. „Das gilt auch für den Abruf von Navigationsdaten“, so die Richter in ihrem Urteil.

Das Gericht verhandelte einen Fall bei dem ein Autofahrer gegen den Bußgeldbescheid von 40 Euro Rechtswiderspruch eingelegt hatte. Die zuständige Polizeidienststelle legte ihm eine unerlaubte Benutzung seines Smartphones während der Fahrt zur Last. Die Streife erwischte den Autofahrer als dieser das Handy bei der Fahrt „mit seiner Hand vor sein Gesicht hielt und dabei dermaßen konzentriert auf das Gerät eintippte“, wie die Polizei protokollierte.

Der Mann widersprach der Darstellung aus dem Polizeibericht und zog vor Gericht. Das OLG Hamm bestätigte den Bußgeldbescheid und gab dem Widerspruch des Mannes nicht statt. 

Navigationshilfe während der Fahrt fixieren

In der Urteilsbegründung erklärten die Richter, dass nach dem „Willen des Gesetzgebers die Vorschrift des Paragrafen 23 Absatz 1a der Straßenverkehrsverordnung gewährleistet sein muss“. Diese schreibt unter anderem vor, „dass der Fahrzeugführer jederzeit beide Hände frei hat, um die Fahraufgabe zu bewältigen, während er ein Mobiltelefon benutzt“. Das sei eben nur möglich, wenn das Gerät durch eine Halterung im Auto fixiert ist.

Quelle: http://www.handwerk-magazin.de

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