IBF-Erfolgsberatung für Unternehmen

5 Tipps zum Stressabbau

Laut einer aktuellen Studie verursacht der Arbeitsstress bei jeder vierten Führungskraft Schlafstörungen.

Viele Unternehmer haben einen vollen Terminkalender mit Dienstreisen über Zeitzonen hinweg. Eine Studie kommt zum Schluss, dass der Stress bei sehr vielen Betroffenen zu Schlafstörungen führt. Doch auch auf Dienstreisen lässt sich der Stresslevel auf einfache Art senken.

Wie es um die nächtliche Ruhe von Deutschlands Führungskräften bestellt ist, hat gerade die Max-Grundig-Klinik untersucht: Demnach leidet jeder Zweite von ihnen unter Schlafstörungen, so das Ergebnis der Studie, über die das Handelsblatt in seiner Online-Ausgabe berichtet.

Die Hälfte der Schlaflosen nennt beruflichen Stress als Grund. Jedem Vierten rauben private Probleme den Schlaf. Es ist offensichtlich, dass der moderne Arbeitsstil, rund um die Uhr online zu sein, vielen Führungskräften die innere Ruhe raubt.

Immerhin: Im Vergleich zu einer Studie der Max-Grundig-Klinik aus dem Jahr 2014 sind aktuell etwas weniger Führungskräfte von Insomnia (Schlafstörung) betroffen als vor zwei Jahren. Damals litten 59 Prozent von 1.000 befragten Führungskräften unter Schlafstörungen.

Mit Alkohol entspannen? Keine gute Idee

Die Studie gibt auch Aufschluss darüber, dass viele Führungskräfte auf das falsche Gegenmittel setzen: Anstatt mit Sport oder Yoga zu entspannen, greift so mancher gestresste Chef lieber zu Alkohol. Vier von zehn Chefs trinken abends in der Regel mehr als ein Glas Wein oder ein Glas Bier, bei den Männern ist es mehr als die Hälfte, so die Studie.

Doch mit Alkohol den Stresslevel senken zu können, ist ein Trugschluss: Man wird zwar vom Alkohol schnell müde, aber nach zwei, drei Stunden Schlaf wieder wach. Dadurch könne ein Teufelskreis entstehen: Würden die Betroffenen durch den Alkoholgenuss mitten in der Nacht wieder wach, würden sie oft zu Schlafmitteln greifen.

Doch schon kleine Änderungen im beruflichen Alltag können beim Entspannen helfen und zu einem gesünderen Lebensstil führen. Wie dies im Büro, zu Hause und auf Dienstreisen gelingen kann, haben die Gesundheitsexperten von der Max-Grundig-Klinik in einigen praktische Tipps zusammengefasst.

Tipp 1: Eine entspannende Umgebung schaffen

Handys gehören grundsätzlich nicht ins Schlafzimmer, auch wegen des blauen LED-Lichts der Displays. Wer nachts aufwacht, sollte sich beschäftigen, statt sich im Halbschlaf ewig im Bett zu wälzen. Autogene Übungen, beziehungsweise Übungen zur Muskelentspannung, sind Maßnahmen. Man kann auch ein Hörbuch hören, oder ein Buch lesen und dann einen neuen Schlafanlauf in Angriff nehmen. Eine komplett abdunkelnde Augenschutzbrille kann ebenfalls sinnvoll sein, aber in guter, hochwertiger Qualität und nicht aus dem Flugzeug.

Tipp 2: Kurze Erholungspausen einlegen

In Mode, bei Leistungsträgern der Wirtschaft, sind auch kurze, oft nur wenige Minuten dauernde Erholungseinheiten, die an unterschiedlichen Orten vollzogen werden können. Meditationstechniken, Power Naps oder autogenes Training sind solche Elemente zur inneren Entspannung. Wenn es die Situation zulässt, kann auch das Kreisen der Arme Frische im Berufsalltag zurück bringen. Eine erstaunliche Wirkung, um sich wach zu halten, besitzt auch das Kauen, etwa von Kaugummis. Um die Aufmerksamkeit zu steigern ist das Trinken von einer Tasse sinnvoll. Die negativen Mythen über Kaffee konnten im Wesentlichen widerlegt werden. Dies sollte nur nicht übertrieben werden, oder als Daueroption gelten.

Tipp 3: Sanfte Mittel gegen Jetlag nutzen

Führungskräfte, die viel interkontinental fliegen, kennen die negative Wirkung von Jetlag. Um schneller wieder in den Tag-Nacht-Rhythmus zu kommen, nehmen Vielflieger gerne Melatonin ein. Das Medikament hilft zwar, es gibt aber noch keine Studien zu Spätfolgen. Die Einnahme von Melatonin ist keineswegs harmlos und es sollte nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Um auch lange Flüge gut zu überstehen, empfiehlt es sich regelmäßig vom Sitzplatz zu erheben und leichte gymnastische Übungen zu machen, etwa 30-mal in den Zehenstand zu gehen. Dies verhindert eine Thrombose. Bei Ankunft sofort ins Freie gehen, am Besten in die Sonne, so kann sich der Körper am Schnellsten auf die neue Zeitzone einstellen.

Tipp 4: Täglich 10.000 Schritte gehen

Körperliche Bewegung ist ein wesentlicher Schlüssel für Gesundheit. Wer Zeit und Energie nicht aufbringt, mehrere Sporteinheiten wie Joggen, Schwimmen oder Tennis pro Woche zu absolvieren, kann zumindest im Kleinen eine Menge tun. Nutzen Sie jede Gelegenheit zur Bewegung, vor allem zum Gehen. Treppensteigen statt Lift, Fahrrad statt Auto, für die Kaffeepause raus aus dem Büro zum nächsten Café, eine Station vor dem Ziel aus der U-Bahn aussteigen und das letzte Stück zu Fuß. Es gibt Smartphone-Apps, die Schritte zählen. Versuchen Sie, pro Tag 10.000 Schritte zu erreichen, etwa mit einem ausführlichen Spaziergang am Abend. Gartenarbeit, Tanzen, Autowaschen oder im Winter Schneeräumen können ebenfalls Routinen sein, die gut in ein Programm moderater Bewegungsformen passen.

Tipp 5: Kritisch in den Spiegel schauen

Gewichtskontrolle ist ein wesentlicher Faktor für Gesundheit. Besser als die Waage ist der ehrliche Blick am Morgen in den Spiegel im Bad. Gerade Fettpolster am Bauch sind medizinisch gefährlich. Es ist kein Problem, wenn Führungskräfte aus Zeitmangel ein oder zwei Mahlzeiten pro Woche ausfallen lassen. Vor allem Kohlehydrate am Abend sorgen für Gewichtszunahme und sollten so gut es geht vermieden werden. Ein chinesisches Sprichwort sagt: "Das Essen am Abend überlasse Deinen Feinden." Finger weg auch von Riegeln zwischendurch. Besser ist es, für den kleinen Hunger immer Früchte in Reichweite zu haben. Vorbildlich sind auch grüne Smoothies statt einem Snack. Wer den Hunger regulieren will, kann auch einen halben Liter Wasser eine halbe Stunde vor dem Essen zu sich nehmen, der Magen signalisiert dann, dass er "voll" ist. Süßgetränke, auch Orangen- und Apfelsaft sind Kalorienbomben. Jegliche Diät, die einschneidende Beschränkungen mit sich bringen würde, ist komplett abzulehnen. Der richtige Weg zur Gewichtskontrolle ist, "ungünstige" Kalorien durch kalorienarme Lebensmittel zu ersetzen: Statt Kekse beispielsweise einen Apfel für zwischendurch.

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