IBF-Erfolgsberatung für Unternehmen

Finanzen - Finanzen und Bankverträge: Alles kalter Kaffee, oder lohnt sich ein Blick darauf doch?

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

seit 2004 Basel II veröffentlicht und spätestens seit 2007 verpflichtend umgesetzt wurde, ist schon einige Zeit vergangen. Als Unternehmer haben Sie sich längst an das Rating der Banken gewöhnt und auch daran, dass Ihnen Ihr Bankerberater häufig erst dann eine Kondition für ein Darlehen nennen kann, wenn er die „Maschine“ befragt hat. Risikoadjustierter Zinssatz nennt sich das dann. Leider ist das häufig teuer für denjenigen, der Geld dringend braucht und günstig für den, der eigentlich auch ohne Kredit auskommt.

Als Ansprechpartner für das Thema Finanzen nahm ich an, dass sich der Beratungsbedarf unserer Kunden in Punkto Finanzen vermutlich auf größere Investitionen reduzieren wird.

Doch in unserer Praxis sieht es dann doch meistens wieder ganz anders aus. Wenn wir z.B. im Rahmen einer Unternehmensplanung, der Vorbereitung einer Unternehmensnachfolge oder bei Liquiditätsproblemen auch das Thema Finanzen ausführlich untersuchen, wird erkennbar, dass es häufig sehr viele Ansatzpunkte für eine Finanzoptimierung gibt.

Beispiele:

  • Leasingverträge, bei denen vertraglich kein Ende vorgesehen ist und die gekündigt werden müssen. Wer hier nicht aufpasst, zahlt tatsächlich ewig.

  • „Alt“-Darlehen mit variablen Zinssätzen, die nicht dem aktuellen, niedrigen Zinsniveau angepasst wurden. Früher wurden diese Konditionen nicht fest an Referenzzinssätze, wie z.B. den Euribor gekoppelt. Bei sinkenden Zinsen in den letzten Jahren haben die Banken manchmal „vergessen“, die Zinssätze für diese Darlehen zu reduzieren.

  • Öffentliche Fördermittel mit Sonderkündigungsrechten und im Vergleich marktunüblich hohen Zinsen wurden nicht umgeschuldet. Das kommt zwar inzwischen seltenen vor als früher, aber wir finden solche Fälle immer wieder. Falls bei Ihrem Darlehen ein Disagio vereinbart wurde, ist das in der Regel ein Hinweis auf ein solches Sonderkündigungsrecht. Tauscht man diese Kreditmittel durch ein günstigeres Hausbankdarlehen aus, kann man den Zinsaufwand häufig deutlich reduzieren.

  • Leider stellen wir auch immer wieder fest, dass manche Finanzierungen nicht auf die Leistungsfähigkeit der Unternehmen bzw. der Unternehmer ausgerichtet sind. Zu kurze Laufzeiten und damit zu hohe Tilgungen führen häufig zu Liquiditätsproblemen. Ein Klassiker hierbei ist die Finanzierung einer vermieten oder verpachteten Immobilie. Hier vergessen die Banker gerne, dass die Mieteinnahmen nicht komplett für den Kapitaldienst (Zins- und Tilgung) herangezogen werden können. Instandhaltungsrücklagen und vor allem die Steuerbelastungen, die durch die Erträge der Vermietung oder Verpachtung zusätzlich anfallen, müssen berücksichtigt werden.

  • Und dann natürlich das wichtige Thema Sicherheiten. Viele haben vergessen, dass sie selbst, der Ehepartner, die Eltern oder sonstige Dritte vor Jahren „etwas“ bei der Bank unterschrieben haben. Dieses „Etwas“ sind häufig rechtsgültige Bürgschaften, Mithaftungen in Kreditverträgen, Grundschuldzweckerklärungen, Verpfändungen oder ähnliches, die bei einem Ausfall des Kreditnehmers plötzlich herangezogen werden. 

  • Beim Thema Sicherheiten fallen uns häufig noch immer „wilde“ Haftungskonstellationen auf. Da haften Objekte für mehrere Gläubiger und diverse Kredite. Es werden noch immer da, wo der Gesetzgeber noch keinen Riegel vorgeschoben hat, weite Zweckerklärungen gewählt, um ja auch jeden kleinsten Dispokredit des Unternehmers durch Grundschulden abzudecken.

    Gerade in wirtschaftlich erfolgreichen Zeiten, in denen das Unternehmen gute Ergebnisse vorzeigen kann oder im Rahmen einer Nachfolgeregelung, kann man mit den Banken erfolgreich Gespräche über eine Neuordnung der Sicherheiten führen. Wichtig ist, dass man auch das Bedürfnis der Banken nach einer Absicherung berücksichtigt und mit Fingerspitzengefühl und klaren Vorstellungen ins Gespräch geht. Dann klappt das auch mit dem Banker.

Vielleicht haben Sie es aus meinen Zeilen herausgelesen: Das Thema Finanzen ist und bleibt spannend und es gibt viele Dinge, die Sie mit ein wenig Unterstützung von IBF zu Ihrem Vorteil verändern können.

Sprechen Sie uns an.  Wir freuen uns darauf, Ihnen weiterzuhelfen.

Herzlichst Ihr

Andreas Dufner
Geschäftsführer
         

September 2018

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